Ultrabook vs. Notebook: Was ist der Unterschied?

Ultrabook vs Laptop: What Is the Difference

Paula Napolitano |

Die Entscheidung zwischen Ultrabook und Notebook ist schwieriger geworden, denn auf den ersten Blick sehen viele moderne Notebooks recht ähnlich aus. Schlanke Designs, SSD-Speicher und eine lange Akkulaufzeit sind längst nicht mehr teuren Premium-Geräten vorbehalten – was macht ein Gerät also tatsächlich zum Ultrabook?

Der Unterschied liegt weniger in einem einzelnen Merkmal als im Gesamtkonzept. Ultrabooks setzen auf Mobilität, Akkulaufzeit und ein schlankes Design, während Standard-Notebooks eine viel größere Bandbreite an Größen, Leistungsstufen und Preisen abdecken. Keine der beiden Varianten ist automatisch die bessere Wahl. Entscheidend ist, wo Sie Ihr Notebook nutzen, wofür Sie es brauchen und ob Ihnen Mobilität den Aufpreis wert ist.

Was genau ist ein Ultrabook?

Wenn Sie sich schon einmal gefragt haben, „was ist eigentlich ein Ultrabook?“, sind Sie nicht allein. Der Begriff gibt es seit 2011, als Intel ihn einführte, um eine Kategorie schlanker, leichter Notebooks zu beschreiben, die eine gute Akkulaufzeit bieten sollten, ohne sich im Alltag langsam anzufühlen.

Frühe Ultrabooks mussten bestimmte Intel-Vorgaben zu Dicke, Akkulaufzeit, Speicher und weiteren Merkmalen erfüllen. SSDs und schnelle Aufwachzeiten waren wichtige Verkaufsargumente zu einer Zeit, als langsamere Festplatten in Notebooks noch üblich waren.

Heute wird der Begriff weniger streng verwendet. In der Regel bezeichnet er schlanke, leichte Notebooks, die effiziente Prozessoren, SSD-Speicher und eine gute Akkulaufzeit in einem hochwertigeren Design vereinen.

Denken Sie weniger an eine strenge Checkliste als an den Notebook-Typ: mobil, effizient und gemacht für Menschen, die ihren Computer regelmäßig mit sich tragen.

Ultrabook vs. Standard-Notebook: Die wichtigsten Unterschiede

Ultrabook vs. Standard-Notebook: Die wichtigsten Unterschiede

Der Hauptunterschied zwischen einem Ultrabook und einem Notebook liegt darin, worauf das Design ausgerichtet ist.

Ultrabooks sind in der Regel dünner und leichter, wodurch sie sich leichter zwischen Zuhause, Arbeit, Uni oder Meetings transportieren lassen. Sie setzen meist auf SSD-Speicher und energieeffiziente Prozessoren, was die Akkulaufzeit verlängert und dennoch genug Leistung für den Arbeitsalltag bietet.

Zudem finden sich oft hochwertigere Materialien und schlankere Designs als bei Einsteiger-Standard-Notebooks.

Standard-Notebooks sind eine deutlich breitere Kategorie. Manche sind schlank und mobil, andere größere Geräte, die auf Leistung, Aufrüstbarkeit oder Preis-Leistung ausgelegt sind. Der zusätzliche Platz im Gehäuse ermöglicht oft mehr Anschlüsse, austauschbare Komponenten und in manchen Fällen dedizierte Grafik.

Merkmal

Ultrabook

Standard-Notebook

Gewicht

Meist leichter

Unterschiedlich, oft schwerer

Design

Dünn und kompakt

Größere Größenvielfalt

Akkulaufzeit

In der Regel im Fokus

Je nach Modell unterschiedlich

Speicher

Meist SSD

Bei modernen Modellen meist SSD

Grafik

Meist integriert

Integriert oder dediziert

Anschlüsse

Oft weniger

Meist mehr Auswahl

Aufrüstbarkeit

Oft eingeschränkt

Kann besser sein

Preis

Meist höherpreisig

Größere Preisspanne

Bei der Wahl geht es nicht wirklich darum, welche Spalte mehr Vorteile bietet. Es geht darum, welche Kompromisse am besten zu Ihrem Alltag passen.

Die Vorteile eines Ultrabooks

Die moderne Bedeutung von Ultrabook ist eng mit Mobilität verknüpft, und genau hier punkten diese Notebooks meist am stärksten.

Wenn Sie Ihr Notebook jeden Tag mit sich tragen, kann schon eine geringe Gewichtsreduzierung einen spürbaren Unterschied machen. Ein schlankes Gerät passt leichter in eine kleinere Tasche und ist auf dem Arbeitsweg weniger umständlich.

Die Akkulaufzeit ist ein weiterer großer Vorteil. Dank effizienter Hardware sind viele Ultrabooks so ausgelegt, dass sie einen typischen Arbeits- oder Uni-Tag überstehen, ohne ständig nach einer Steckdose suchen zu müssen.

Sie eignen sich außerdem gut für Meetings und Präsentationen. Dank SSD-Speicher wachen sie schnell auf, während effiziente Prozessoren bei leichteren Aufgaben die Lüftergeräusche gering halten können.

Der höhere Preis fließt oft in genau diese weniger offensichtlichen Verbesserungen. Sie zahlen nicht unbedingt für deutlich mehr Leistung, sondern für ein Notebook, das leichter ist, sich einfacher transportieren lässt und abseits eines festen Schreibtisches komfortabler zu nutzen ist.

Die Kompromisse bei einem Ultrabook

Wenn man die Vor- und Nachteile eines Ultrabooks abwägt, geht die Mobilität mit einigen Kompromissen einher.

Anschlüsse sind ein offensichtlicher Punkt. Schlankere Notebooks haben schlicht weniger Platz an den Seiten, weshalb manche Ultrabooks stark auf USB-C setzen, statt eine große Auswahl an vollformatigen Anschlüssen zu bieten. Wenn Sie regelmäßig Monitore, USB-Zubehör oder Speicherkarten anschließen, benötigen Sie unter Umständen einen Adapter oder eine Dockingstation.

Auch die Aufrüstbarkeit kann eingeschränkt sein. Bei manchen dünnen Notebooks ist der RAM oder sind andere Komponenten fest verbaut statt für einen einfachen Austausch ausgelegt. Umso wichtiger ist es, von Anfang an die richtige Ausstattung zu wählen.

Die meisten Ultrabooks setzen zudem auf integrierte Grafik. Das reicht für Office-Arbeit, Surfen, Streaming, Videoanrufe und viele kreative Aufgaben völlig aus, ist aber für anspruchsvolles Gaming, 3D-Rendering oder umfangreichere professionelle Videobearbeitung nicht ideal.

Und dann ist da noch der Preis. Ein Notebook dünner und leichter zu machen, ohne es instabil wirken zu lassen, kostet Geld – daher sind Ultrabooks oft teurer als Standard-Notebooks mit ähnlicher Alltagsleistung.

Für wen lohnt sich ein Ultrabook?

Ein Ultrabook ist vor allem dann sinnvoll, wenn Mobilität einen echten Einfluss darauf hat, wie Sie Ihr Notebook nutzen.

Hybrid arbeitende Menschen sind ein naheliegendes Beispiel. Wer regelmäßig zwischen Zuhause und Büro pendelt, das Notebook zu Meetings mitnimmt oder unterwegs arbeitet, für den kann sich der Aufpreis für ein dünneres, leichteres Gerät lohnen.

Das Gleiche gilt für Studierende, die ihr Notebook jeden Tag über den Campus tragen. Ein großes, schweres Gerät wirkt im Geschäft vielleicht völlig unproblematisch, doch nach mehreren Stunden im Rucksack macht sich der Unterschied bemerkbar.

Aus ähnlichen Gründen profitieren auch Vortragende, Vertriebsmitarbeiter und Vielreisende. Eine lange Akkulaufzeit und ein kompaktes Design sind deutlich wichtiger, wenn Sie regelmäßig abseits eines Schreibtisches arbeiten.

Wenn Ihr Notebook genauso viel Zeit in der Tasche wie auf dem Tisch verbringt, lohnt sich ein Ultrabook wahrscheinlich.

Für wen eignet sich ein Standard-Notebook besser?

Ein Standard-Notebook ist sinnvoller, wenn Mobilität für Sie nicht an oberster Stelle steht.

Wenn Ihr Notebook die meiste Zeit auf einem Schreibtisch verbringt, bringt ein Aufpreis für weniger Gewicht und Dicke praktisch oft wenig. Stattdessen könnten Sie das Budget lieber in mehr RAM, zusätzlichen Speicher oder ein größeres Display investieren.

Standard-Notebooks eignen sich außerdem besser, wenn Sie mehr Anschlussmöglichkeiten oder die Option wünschen, Komponenten später aufzurüsten.

Gamer und alle, die mit anspruchsvoller Video-, 3D- oder Grafiksoftware arbeiten, sollten besonders auf die Leistung statt auf die Größe achten. Ein größeres Notebook mit dedizierter Grafik und mehr Platz für die Kühlung passt für diese Arbeitslasten oft deutlich besser als ein ultraschlankes Design.

Ein Standard-Notebook zu wählen, ist keineswegs eine einfache Notlösung. Manchmal bietet die zusätzliche Größe einfach mehr von den Funktionen, die Sie tatsächlich brauchen.

Generalüberholt: Ultrabook-Qualität ohne Neupreis

Einer der größten Nachteile von Ultrabooks ist ihr hoher Neupreis. Genau das macht generalüberholte Modelle besonders preiswert.

Premium- und Business-Notebooks gelangen im Zuge betrieblicher Erneuerungszyklen regelmäßig auf den Gebrauchtmarkt für generalüberholte Geräte. Sie erhalten dieselbe Art von schlanker, langlebiger Hardware – jedoch ohne den ursprünglichen Neupreis zu zahlen.

Generalüberholte Dell-XPS-Notebooks sind ein guter Ausgangspunkt, wenn Sie das schlanke, hochwertige Design suchen, das man üblicherweise mit Ultrabooks verbindet. Business-orientierte generalüberholte HP-EliteBook-Notebooks bieten eine ähnliche Balance aus Mobilität und Alltagsleistung. Daneben finden Sie auch leichte Business-Optionen unter den generalüberholten Lenovo-ThinkPad-Notebooks.

Der Kauf eines generalüberholten Geräts kann Ihnen daher den Einstieg in eine höherwertige Notebook-Kategorie erleichtern, ohne Ihr Budget bis zum Preis eines brandneuen Premium-Geräts auszureizen.

Ultrabook oder Standard-Notebook: Wofür sollten Sie sich entscheiden?

Die Antwort hängt davon ab, wo Ihr Notebook die meiste Zeit verbringt. Wenn Sie es täglich mit sich tragen, unterwegs arbeiten und Wert auf ein leichteres Gerät mit guter Akkulaufzeit legen, lohnt sich der Aufpreis für ein Ultrabook wahrscheinlich. Bleibt Ihr Notebook hingegen meist auf dem Schreibtisch oder legen Sie Wert auf Anschlüsse, Aufrüstbarkeit, dedizierte Grafik oder ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, passt ein Standard-Notebook möglicherweise besser zu Ihnen.

Egal, wie Sie sich bei der Entscheidung zwischen Ultrabook und Standard-Notebook entscheiden: Der Kauf eines generalüberholten Geräts hilft Ihnen, mehr für Ihr Budget zu bekommen – besonders, wenn Sie hochwertige oder Business-Hardware ohne Neupreis suchen.