Möchten Sie das Maximum an Leistung aus Ihrem generalüberholten Notebook herausholen? Diese Tipps helfen Ihnen, Ihr Notebook bis an seine Grenzen zu bringen.
Generalüberholte Notebooks sind in der Regel einige Jahre alt (aber nicht immer), weshalb die Komponenten möglicherweise nicht für Ihre Lieblingsprogramme oder -spiele ausreichen. Wenn Sie die bestmögliche Leistung aus einem generalüberholten Notebook herausholen möchten, gibt es viele kostenlose Möglichkeiten, die Leistung zu steigern – und zwar ohne „mehr RAM herunterzuladen“ oder anderen Unsinn dieser Art.
Startprogramme reduzieren
Einer der größten Speicherfresser eines Computers ist eine schlecht verwaltete Liste an Startprogrammen, die jedes Mal geladen wird, wenn Sie Ihr Notebook nutzen. Die meiste Software installiert sich bei Betriebssystemen wie Windows 10 automatisch mit der Annahme, dass Sie sie bei jeder Nutzung des Notebooks verwenden möchten. Kommen ein Dutzend oder mehr Programme zu Ihrer Startliste hinzu, kann es zu erheblichen Verzögerungen bei der Nutzung des Computers kommen.
Öffnen Sie unter Windows 10 das Einstellungsmenü (Tastenkombination: Windows-Taste + „i“), klicken Sie auf „Apps“ und dann auf „Autostart“ und aktivieren bzw. deaktivieren Sie jedes einzelne Programm nach Bedarf.
Allein dieser Tipp kann die Leistung erheblich verbessern. Probieren Sie ihn daher aus, bevor Sie zu spezifischeren Maßnahmen greifen.
Betriebssystem aufräumen
Ähnlich wie beim vorherigen Tipp kann Ihr Betriebssystem schlicht durch zu viel Ballast ausgebremst werden. Ungenutzte Programme, die im Hintergrund laufen, können die Nutzung spürbar verlangsamen und zu Rucklern führen. Nehmen Sie sich daher Zeit für eine gründliche Bereinigung aller nicht genutzten Software.
Generalüberholte Notebooks enthalten mitunter noch Bloatware, die bereits ab Werk installiert war, da der Refurbisher beispielsweise eine saubere Windows-Neuinstallation vorgenommen hat. Es lohnt sich daher, diese Bloatware selbst zu deinstallieren. Das Entfernen von Bloatware kann Ihr Notebook – genau wie die Kontrolle der Startprogramme – spürbar beschleunigen.
Ein schlankes Betriebssystem verwenden
Die meisten generalüberholten Notebooks erfüllen die Mindestanforderungen für ein Betriebssystem wie Windows 10, doch das bedeutet nicht zwangsläufig eine reibungslose Nutzung auf Ihrem konkreten Gerät. Windows 10 benötigt mindestens 1 GB RAM, doch bei einem älteren Gerät mit nur 1–2 GB RAM wird es schwierig, überhaupt etwas zu erledigen, da Windows allein bereits ein ganzes Gigabyte davon beansprucht. Selbst bei neueren Geräten mit 8–16 GB RAM möchten Sie den hohen Ressourcenverbrauch von Windows möglicherweise durch ein alternatives Betriebssystem begrenzen.
Es gibt viele kostenlose Alternativen zum nach wie vor beliebten Windows-Betriebssystem, etwa Ubuntu und andere Linux-basierte Systeme. Linux-Systeme sind recht schlank und praktisch, doch der Wechsel von Windows zu Linux erfordert etwas Geduld.
Auch bei Programmen lohnt sich der Blick auf schlanke Alternativen zu beliebten Anwendungen. Chromium-basierte Browser wie Google Chrome können echte Ressourcenfresser sein. Eine Alternative ist Opera GX, ein minimalistischer Webbrowser für maximale Leistung (Sie müssen kein Gamer sein, um von der schnellen Performance zu profitieren).
Festplatte defragmentieren
Wenn Ihr Notebook eine Festplatte (HDD) als Speicher nutzt, können Datenbytes mit der Zeit weit verstreut abgelegt werden, was die Leistung verlangsamt. Bei der Defragmentierung werden diese Datenbytes neu geordnet und leichter zugänglich gemacht, wodurch sich die Leistung verbessert.
Unter Windows 10 lässt sich dies direkt über das Betriebssystem erledigen. Gehen Sie einfach zu „Einstellungen“ und optimieren Sie Ihre Laufwerke mit wenigen Klicks. Alternativ erledigen dies auch Programme von Drittanbietern.
CPU übertakten
Ein nützlicher Tipp speziell für Nutzerinnen und Nutzer mit alten, weniger leistungsstarken CPUs. Bedenken Sie jedoch, dass das Übertakten der CPU die Garantie erlöschen lassen und Ihr Notebook potenziell beschädigen oder sogar vollständig unbrauchbar machen kann.
Wenn Sie Ihre CPU übertakten möchten, verwenden Sie eine Anwendung, mit der Sie die Spannung Ihres Prozessors anpassen können, und folgen Sie Online-Anleitungen genau. Es ist besser, beim Under-Volting und Übertakten vorsichtig vorzugehen und die Werte schrittweise mehrfach anzupassen, als große Veränderungen auf einmal vorzunehmen, da eine zu große Änderung Ihre CPU im schlimmsten Fall zerstören kann.
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